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Monthly Archive for: 'November, 2016'

Es funktioniert. Zeit und Ort festlegen, hingehen und hinsetzen, Timer an und los schreiben. Hat eben wieder super geklappt. Und ich bin super happy. Anberaumt war ein Memoir-Schreibtreff von 10 bis 13 Uhr in der hiesigen Stadtbibliothek. Gekommen war niemand – außer mir. Eine Frau erkältet, eine andere bei der Arbeit, der dritte hat den …

Die Sprache verbindet Jung und Alt. Habe ich neulich erst wieder erfahren. Das Alter entscheidet allerdings darüber, was genau die Begeisterung für Buchstaben und Worte auslöst. „Wie schreibt man eigentlich „ey“?“, fragte neulich mein Sohn auf dem abendlichen Nachhauseweg. Wir waren gerade zwischen zwei Hecken in ein dunkles Stück Fußweg eingebogen, das wie eine Schleuse die hektische …

Vor ganz kurzem noch hat Franziska ein bisschen an ihrem Weg gezweifelt und darüber gebloggt. Als hätte das Schicksal sie erhört, bekommt sie nun einen Literaturpreis und wird von Adrenalin durchflutet. Herzlichen Glückwunsch! Dabei weiß sie, dass es beim Schreiben nicht auf den Erfolg ankommt, sondern um das, was es uns bedeutet: “… ich bin …

“Es schob sich einfach so dazwischen”, schrieb vor etwa dreißig Jahren die Niederländerin Anja Meulenbelt, die eigentlich gerade ein Fachbuch schreiben wollte. Was sich “dazwischen” drängte, war, glaube ich, “Schaamte vorbij” (Die Scham ist vorbei), ein frühes  Memoir, in dem Meulenbelt aus alten Rollen ausbricht und zur öffentlichen Rebellin wird. “Das ist es, was eine …

… Morgenseiten schreiben oder – meine neue Lieblingsdisziplin – selbsthörend schreiben. Schreiben, um all das loszuwerden, was sich angesammelt hat: Mein Kopf zerspringt von all dem, was meine Tage füllt, was die Kinder an mich herantragen, was meinen Mann auf Zuruf seines Chefs von jetzt auf gleich in die Welt hinaus befördert. Der Grund diesmal: …