Die magischen Portale

Unglaublich. Der erste Monat des neuen Jahres ist vorbei. Die ersten Schritte sind getan, die ersten neuen Wege eingeschlagen. Was wäre ein besserer Moment, um kurz innezuhalten und sich zu besinnen: Bin ich auf dem Kurs, den ich mir für 2026 wünsche?

Vor drei Tagen bin ich von meiner traditionellen Januar-Auszeit zurückgekehrt, in der ich regelmäßig der Bremer Dunkelheit entfliehe. Zehn hellere Tage im Süden Frankreichs liegen hinter mir, wo ich den Vorfrühling riechen konnte, an Sonnentagen schon am Strand von Marseille träumte und täglich Lebensart frühstückte. Zu speisen, das ist in Frankreich heilig.

Und manche Speisen sind Halbgötter: Die Schokoladen-Boutiquen präsentieren ihre Köstlichkeiten inmitten von Farbe, Tüll und Blumen. Die frischen Fische und Schalentiere am nicht endenden Stand auf dem Markt sind das Versprechen eines Festmahls für Gourmets.  

Abends überrasche ich mich selbst: Die Auster, die mir eine Freundin öffnet und mit Zitrone kredenzt, schmeckt großartig. Kurz, Ich schwelge.

Meine Reisebegleitung und ich machen einen Ausflug in die Umgebung von Aix und entdecken im Chateau La Coste einen wundervollen Skulpturenpark mit Ausstellungen von Künstler:innen aus aller Welt, viele von ihnen namhaft, andere auf dem Weg zur Berühmtheit.

Es gibt Wunschbäume, Bäume des Lichts, ein Labyrinth, eine Höhle, die aus Baumstämmen gewebt ist, Weisheiten die auf Bänke graviert sind, eine riesige Spinne über dem Wasser und vieles mehr.

Besonders angetan haben es mir drei Portale. Ein Künstler namens Tunga, ein Südamerikaner, hat sie in monatelanger Arbeit in der Provence aus einer Vielzahl von Materialien aufgebaut. Für ihn sind die Tore Points of Passage – Übergangspunkte – die von einer Welt in die andere führen.

In den Portalen sind viele Materialen verbaut, etwa ein riesiger Kristall aus der Tschechoslowakei, ein Quartz aus Brasilien und Magnete aus China.

Als ich die Portale inspiziere, sie von unten bestaune, von Weitem, von Nahem, sie betaste und meine Nase ganz dicht an die Kristalle bringe, weil ich vermute, sie duften, frage ich mich, durch welche Portale ich im Jahr 2026 wohl gehen werde. Welche warten auf mich? Welche suche ich?

Ich habe Antworten gefunden und meinen Weg ins Jahr noch einmal korrigiert, mich entschieden, etwas losgelassen und etwas anderes umarmt.

Weil sich das so gut anfühlte, möchte ich euch heute zu einigen Fragen und zum Schreiben einladen und ich bitte euch dabei, eure magische Kompetenz, die Fantasie und das Spielkind in euch einzuladen:

Was bleibt zurück (die Magnete halten es für dich fest)?

Was wird verwandelt (der Kristall entfaltet magische Kräfte)?

Wo führt das Portal hin – was ist dahinter?

Wohin führt der Weg ab hier?

Wer bist du, wenn du durch das Portal gegangen bist?

Welche Wünsche beflügeln dich? (Wunschbaum)

Welche magischen Erlebnisse wirst du haben (magischer Baum des Lichts)?

Schreib aus deinen Antworten eine Geschichte für dein Jahr 2026: Fantasiere, gestalte sie aus, nutze gern die Elemente Portal, Magnet, Wunschbaum oder Baum des Lichts und alles, was dir gefällt. Lass die Geschichte gut enden!

Viel Freude beim Schreiben!

Und wenn du magst, erzähl mir gern von deinen Erkenntnissen und von deiner Geschichte!

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