Manche meinen, das sei eine überstrapazierte Phrase. Da bin ich vollkommen anderer Meinung.
Meinen schönen guten Morgen hat mir eben der freundliche Mitarbeiter des Eiscafés in Findorff bereitet (siehe Foto). Ich hatte draußen im Sprühregen auf den Gartenstühlen gewartet, dass um 9 Uhr die Türen ins hell erleuchtete Innere geöffnet würden, da winkte mich der nette Mitarbeiter schon eine Viertel Stunde früher hinein: „Was darf es sein?“
Ist das nicht eine wunderbare Frage? Und wenn Frau dann: „Das Übliche, vielen Dank“, antworten kann – das besteht übrigens aus einem Cappuccino mit wechselndem Beiwerk – ist gleich eine vertraute Atmosphäre garantiert. Schließlich sind an den Tischen dieses Eiscafés große Teile meiner Doktorarbeit entstanden. Und heute eben dieser Blogbeitrag.
Mit diesem Eintrag möchte ich Euch ermuntern, den „schönen guten Morgen“ wahr werden zu lassen – im Café oder anderen Orten Eures Wohlbefindens. Für mich sind dies meist tolle Schreiborte. Sie bieten mir Zuflucht, wenn der heimische Schreibtisch zu überladen ist. Denn ins Café kann ich nur Material für einen Text mitnehmen.
Sie erleichtern das Schreiben, wenn Texte mir schwer fallen (habe heute einen komplizierten Artikel vor mir) und trösten – zum Beispiel mit einer köstlichen Brioche.
In diesem Sinne … Euch allen einen schönen guten Morgen!
PS: Eben brachte mir ein zweiter Mitarbeiter des Cafés den Fahrradschlüssel an den Tisch, den ich draußen verloren hatte. Es geht doch nichts über nette Mitmenschen am frühen Morgen.