Die Muse sprach. Das Feuer loderte.

Texte in modernem Gewand

Am Dienstag Abend durfte ich in der Bremer Kunsthalle die Aufführung des Hörstücks “Die Muse sprach…” erleben und war sehr beeindruckt. Zwei Schauspieler lasen das gleichnamige Stück, das zugleich der Gewinnertext eines Bremer Literaturwettberbs vom vergangenen Jahr ist. Das neu gegründete Jugendensemble “Smusic21” spielte betörende, überraschende, moderne Stücke zwischen den Akten und der Videokünstler Knut Ladies visualisierte die Szenerie zwischen Tunnelfahrten und brennendem Schilf mittels Projektionen.
Mein Fazit: Hoffentlich gibt es bald mehr dieser großartigen Text-Musik-Video-Kompositionen.
Hier noch etwas zum Inhalt des Stücks:
Das „atelier a.l.s.“ lässt den Kunstdieb Radu (Christian Bergmann) und dessen rumänische Mutter Olga (Hille Darjes) von ihrem Verhältnis, den Lebensumständen und ihren Träumen erzählen und wie es dazu kam, den Picasso im Badeofen des Heimatdorfes zu verbrennen.

Zum Hintergrund:
Als Kleinkriminelle im Jahre 2012 aus der Rotterdamer Kunsthalle sieben Gemälde von Picasso, Matisse und Gaugin stahlen, wussten sie nicht, was sie raubten. Einen Verkäufer fanden sie nicht. Um ihre Spuren zu verwischen, fuhren sie in ihre Heimat nach Rumänien. Nach dem die Täter gefasst worden waren, gestand eine Mutter, die Bilder im Badeofen verbrannt zu haben. Sie hatte ihrem Sohn helfen wollen.

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