Verschenktexte

Vor ein paar Tagen fiel hier im Blog das Stichwort „Verschenktexte“. Damit meine ich kleine Wortgestalten, Geschichten, Acrosticha, kleine Gedichte etc. Dazu möchte ich dir heute ein paar Anregungen geben.

Ein Acrostichon: Das ist ein antikes Schreibspiel, bei dem die Anfangsbuchstaben eines Begriffs untereinander geschrieben werden. Sie bilden den Anfang einer Zeile.
Zum Beispiel so:

A – ngekommen
D – durch dick und dünn gewandert
V – ersuche an
E – ngel zu glauben
N – icht schwer in dieser Zeit:
T – age nur bis Weihnachten

Du kannst einfach drauflos assoziieren. Die Acrosticha eignen sich hervorragend für Geschenkanhänger für die Namen der Beschenkten.

U – nentwegt und auch unter der
W – oche aufmerksam:
E – ngel meines Lebens

Etwas aufwändiger ist es, ein Porträt zu schreiben, eine Charakterskizze eines lieben Freundes, einer Freundin, einer Tante, einer Oma. Vielleicht fallen dir Anekdoten ein, Sprüche, Erlebnisse mit diesem Menschen, die du in einem Bild aus Worten festhalten könntest.

Vor kurzem ist der Vater einer Freundin verstorben und ich bewundere sie dafür, dass sie bei seiner Beerdigung von ihm erzählen will.

Warum mit dem Erzählen warten, denke ich gerade: Erzählen wir einander doch heute schon, welche Erinnerungen, Eigenschaften, Erlebnisse wir schätzen.

Ein Tipp: Beginne mit einem Cluster zum Menschen, um den es gehen soll. Notiere um das Kernwort – den Namen – der Person, alles, was dir zu ihm oder ihr einfällt. Nach ein paar Minuten spürst du vielleicht einen Impuls, einen Text zu beginnen. Lass einfach alles aufs Papier fließen und kürze dann auf eine Länge von 150 Worten.

Nun alles auf schönes Papier schreiben – vielleicht mit einem Füllfederhalter?

Ein schöneres Geschenk könnte ich mir kaum vorstellen.

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