Was tun, wenn die Inspiration fehlt?

Ich sitze im schönen Sessel am Fenster, die Lieblingsmusik spielt dezent im Hintergrund, ein perfekter Cappuccino steht auf dem Tischchen neben mir – das genügt immer, um mich zum Schreiben zu animieren. Immer? Heute nicht: Mir fällt nichts ein.

In Situationen wie diesen kann mir ein Ortswechsel helfen, der eigentlich viel mehr ist als nur das. Er ist ein Umzug an einen anderen, vielleicht ungewohnten Schreibort, ein Perspektivenwechsel, ein Sprung ins pralle Leben, ein Blick in Parallelwelten, eine Vergewisserung, dass da draußen – ebenso wie in mir drinnen – soviel passiert, das es wert ist, beschrieben zu werden. 

Meine Perspektive auf den Tag verschaffe ich mir heute in einer Coffeebar, auf einer Bank aus schwarzem Leder, den Block auf dem Tisch, den Blick durch die Glasfront auf Frauen mit Einkaufstaschen, Männer in Anzügen mit Lederköfferchen, Frauen in Anzügen mit Lederköfferchen, einem Mädchen, das sich bei ihrer Freundin?, der Schwester? unterhakt. Müsste sie nicht in der Schule sein? Was treibt sie hier?

Meine Phantasie ist erwacht. Das Pärchen am Nebentisch diskutiert über die Bestellung: “Kaffee mit Koffein oder ohne?” “Ohne”, bestimmt sie und ich sehe aus dem Augenwinkel ihren schönen runden Babybauch. “Aha.” Da tobt das Leben um mich herum. Und ich bin mittendrin, mit meinem Stift und meiner Phantasie. 

Ich bin sehr gespannt, welche Geschichte sich gleich auf meinem Block entfaltet …

Viel Spaß Euch/Ihnen allen heute und ganz viel pralles Leben! 

 

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