Zuhören ist eine Kunst mit Folgen

In Bremen passiert morgen und übermorgen etwas Wunderbares und darum will ich die Nachricht hier noch ein bisschen mit verbreiten:  In einem Stadtteil, um den viele Bremer lieber einen großen Bogen machen (die Gröpelinger mögen mir verzeihen), wird erzählt, was das Zeug hält. Feuerspuren heißt das Festival, bei dem Menschen unterschiedlicher Kulturen ihre ganz persönlichen, selbst erlebten oder eigens erfundenen Geschichten erzählen. Das ganze geschieht im Festsaal, aber auch auf der Straße, an vielen Ecken und Orten. Und am Schluss des Erzählfeuerwerks gibt es echte Böller und viel Funkeln im Himmel. 

Erzählen und Zuhören gehören zusammen wie Ein- und Ausatmen. Anderen wirklich zu zu hören, ist dabei ebenso wichtig wie packend, ehrlich, mit Herz zu erzählen. Beides ist eine Kunst. Beim Erzählen besteht sie auch darin, mitzuschwingen und mitzugehen und im günstigen Fall mehr zu verstehen von einer Welt, die wir sonst nicht kennen gelernt hätten. 

Zum Beispiel im Kinderbuch von Kirsten Boie, die für “Manches kann man nicht erzählen” im Oktober 2013 den “Luchs-Kinderbuchpreis” von “Radio Bremen” und “Die Zeit” erhielt. Auch Kirsten Boie bringt uns eine Welt näher, die die meisten von uns nicht kennen. Zum Glück, möchte man sagen. Es geht um Aidswaisen in Swasiland, Afrika. Kirsten Boie hat ihnen zugehört. Sie kennt die Kinder, deren Geschichten sie erzählt und sie unterstützt Hilfsprojekte in Afrika. Das ist oft die Folge des Zuhörens: Wenn wir mitschwingen, können wir nicht mehr unbeteiligt bleiben, sondern sind Teil der Welt, von der wir hören. 

 

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