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Liebe Bremerinnen, Bremer und alle, die Lust auf viel Genuss beim Schreiben haben, (also, eigentlich jeder): Johanna Vedral, Schreibpsychologin und Dozentin am Writers’ Studio Wien, verrät in Ihrem Blog heute, wo es sich in Bremen besonders schön schreibt. Ich durfte Sie bei Ihren Café-Besuchen begleiten – und habe vom Tortenangebot ebenfalls sehr profitiert. Wir haben …

Vor wenigen Tagen schrieb ich über meine treue Begleiterin Jackie, meinen Hund, den ich nach 14 Jahren einschläfern lassen musste. Ich war tief traurig und stellte fest, dass ich mein Schreiben gegen das Leben meines Hundes eintauschen würde. Das würde ich immer noch tun. Ich würde ein neues Mittel des Ausdrucks finden, Malen zum Beispiel …

Das sage ich – obwohl Schreiben für mich Leben ist. Gestern musste ich meinen Hund Jackie einschläfern lassen. Jackie hat mich über 14 Jahre lang begleitet, sie saß als Welpe unterm Schreibtisch in der Uni, als ich promovierte. Sie wartete zuhause, als ich mit meinem ersten Kind aus dem Krankenhaus nach Hause kam. Ab da …

„Früher war alles besser“, „Heute denkt jeder nur an sich“. Das sind Sätze, die mir in Bahn und Bus, morgens im Schwimmbad und mittags in der Schlange im Frischmarkt um die Ohren rauschen. Ich klappe letztere dann gern zu. Trotzdem bleibt etwas hängen, denn genetisch sind wir programmiert, schlechte Nachrichten fest zu halten. Früher, als …

… ist ein Rezept für mehr Klarheit und Gelassenheit. Als Journalistin habe ich wenig Probleme, das Tägliche Schreiben umzusetzen – es ist ja mein Job. Aber Schreiben für die innere Klarheit? Das braucht Selbstdisziplin. Gerade las ich den Newsletter einer Coaching-Kollegin, die vorschlägt, neben den Morgenseiten mal ein paar Gefühlskritzeleien anzufertigen – so etwas wie …

… diesen Satz kennt Ihr womöglich aus “pädagogisch-psychologischen Zusammenhängen”, wie sie beispielsweise in meiner Uni-Zeit geläufig waren. Mit all dem dazugehörigen, unsäglichen Psycho-Talk: “Du, ich bin jetzt echt berührt davon.” oder “Was macht das jetzt mit Dir?”. Schauder. Falls sich jetzt jemand angegriffen fühlt, möge er/sie dies bedenken: Manche Phrasen sind wahre Waffen, die hart …

Eben saugte ich meinen Schlafzimmerteppich, nachdem ich vorher den Flurläufer, mein Arbeitszimmer und alle Ecken und Kanten, die ich mit der Tülle erwischen konnte, gereinigt hatte. Vor und zurück, gleichmäßige Bewegungen, die helfen mir dabei, meine Gedanken zu ordnen. An anderen Tagen ist es das Schwimmen: Einen Arm durchs Wasser ziehen, den anderen Arm durchs …

Um sieben Uhr am Sonntag bin ich hellwach. Die nächste halbe Stunde verbringe ich am Laptop – nein, nicht um meine Morgenseiten zu schreiben, sondern an meinen Artikel. Meine Recherchen dazu lassen mich nicht kalt, sie bringen mich mit Menschen in Kontakt, die seit Jahren ihre Körper misshandeln. Sie hungern, sie übergeben sich, sie nehmen …

Gemeinsam zu schreiben “… hilft uns weiter, wenn der innere Zensor sein hässliches Haupt erhebt und uns eindringlichst erklären möchte, dass unser Schreiben nichts taugt”, schreibt Johanna Vedral heute in Ihrem Blog-Beitrag: “Die richtige Schreib-Gruppe finden”. Das nenne ich Serendipity = glückliche Fügung. Denn gerade ist “freie Schreibzeit” im Bremer Schreibstudio. Hier schreibe ich etwa …

Wenn Lyrik wirkt – wie die Mohnblüte in Nachbarsgarten, die morgens stolz den Kopf reckt, mir entgegen zum Gruß mittags aufblüht wie die Sonne am Himmel überrot – bin ich glücklich. Wenn spätnachmittags der Wind die Blüte gleichmütig niedermäht, im Vorrübergehen: die glühende Hoffnung vom Leben, vom Glück – bin ich untröstlich. Wenn sich morgen …